Events 27.11.2019 - 11:00 Uhr

Zu Besuch auf der Pimcore Inspire Community Conference 2019

Vom 25. - 27. September fand wieder die alljährliche Pimcore Inspire Conference in Salzburg statt, bei dem sich Pimcore-Partner aus der ganzen Welt treffen und zu den relevantesten Themen der Branche austauschen. Für Basilicom als Goldpartner ein Treffen, das natürlich fest im Kalender steht. Dieses Jahr durften Gabriel, Kerstin und Igor zusammen mit unseren Geschäftsführern Eva und Arndt auch am Conference teilnehmen. Gabriel berichtet hier, was er auf der Conference erlebt hat und wo Pimcore momentan steht.

Pimcore Trends der Zukunft

Die Vorfreude war bei mir wirklich groß und schon als wir beim Event ankamen, war klar: Das werden drei richtig spannende Tage! Die Pimcore Community ist hoch motiviert und professionell und das Event in meinen Augen super organisiert.

Wenn die Branche zusammenkommt, geht es natürlich auch immer um die Zukunft. Und die geht bei Pimcore in Richtung Experience. Das Open-Source-Framework hat schon längst die Weichen auf Digital Experience Platform (DXP) gestellt, aber es geht noch weiter und die Funktionen werden immer mehr darauf abgestimmt. Ein wichtiger Meilenstein hier ist der DataHUB, über den der “Headless“ Einsatz noch einfacher wird.

Die größten Trends in diesem Zusammenhang: Das Ausspielen der passenden Daten und Informationen zum richtigen Zeitpunkt an die richtige Person über den richtigen Kanal. Nur so erreicht man die perfekte Kundenerfahrung. Eine wichtige Schlüssel-Funktionalität ist hier, über die Kombination von Standard Master-Data-Management (MDM)- und Product-Information-Management (PIM)-Domänen hinaus, faktisch beliebig komplexe Daten modellieren und verwalten zu können. Und natürlich der Connect-Anything-Ansatz. Der ist nicht nur deshalb so wichtig, weil Content King ist – wie es uns auch in Vorträgen wieder einmal bestätigt wurde –, sondern weil heutzutage immer mehr relevante Informationen (also Daten mit “Kontext”) zur Verfügung stehen. Für die Nutzung dieser bietet Pimcore z.B. mit den Personalisierungs- und Targeting-Modulen schon jetzt eine super Basis.

Konkret entwickelt Pimcore z.B. gerade einen Data Hub mit der dazugehörigen GraphQL. Besonders schön finde ich, dass hier auch die Community auf Basis der Marktanforderungen Einfluss auf die Entwicklung nehmen und diese aktiv mitgestalten kann. Damit bleibt Pimcore als Open-Source-Framework seiner Philosophie treu: Jeder kann und soll sich einbringen.

Mein Highlight-Vortrag: Digital Experience Management

So professionell wie das gesamte Event aufgezogen war, so interessant waren auch die Inhalte. Ich selbst komme aus der Tech-Richtung und hatte mich bei einigen Vorträgen darauf eingestellt, dass sie zwar spannend, aber trotzdem etwas trocken sein würden – „Analysten-Style“ eben. Das Gegenteil war aber der Fall. Die Vorträge waren teilweise so frisch und überzeugend, dass ich am Ende oft einfach nur dachte: Logisch – macht Sinn.

Einer der besten Vorträge kam von Mike Lowndes (Senior Director Analyst, Gartner) und drehte sich um den großen Trend Digital Experience Management. Lowndes‘ Prognose ist, dass es Standard-Systeme, die nur Standard-Kanäle, wie z.B. CMS, bedienen können, schwer haben werden. Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Nutzertypen, die unterschiedliche Kommunikationsvorlieben haben und verschiedene Kommunikationskanäle nutzen. Darüber hinaus muss ein System aber auch in der Lage sein, Kanäle, die als solche noch nicht definiert/erkennbar sind, zu bespielen. Beispielhaft könnte man sich vorstellen, dass einem/r PKW-BesitzerIn Informationen z.B. zu einer Rückrufaktion eines möglicherweise defekten Airbags nicht (nur) per Email geschickt werden. Sie könnten auch direkt an das Fahrzeug übermittelt werden, sodass der Kunde dann im Fahrzeug einen entsprechenden Warnhinweis angezeigt bekommt, bis das entsprechende Teil ersetzt wurde. Das kann man natürlich noch weiter denken. Z. B. dass das CRM-System der Stammwerkstatt ebenfalls eine Benachrichtigung erhält und über dieses zusätzlich im Fahrzeug – vor Fahrtantritt natürlich –  Terminvorschläge unterbreitet.

Das nehme ich von der Conference mit 

Pimcore gibt es zwar schon eine ganze Zeit lang, im Prinzip geht es aber gerade erst so richtig los. Pimcore ist die Open Source DXP, die nicht so schnell einzuholen sein wird – erst recht nicht im Kontext von PIM und MDM. Und auch in Sachen Flexibilität und Konnektivität, speziell auch unter Berücksichtigung etwaiger Lizenzkosten, hat Pimcore einen Platz an der Spitze. Die Konkurrenz schläft jedoch nicht und zieht nach.

Pimcore hat in den letzten Jahren große Schritte gemacht. Das heißt, hier muss man sich bei neuen Releases auf Anpassungen beim Update einstellen. Das Fehlen von offiziellen Releasenotes bzw. Versionshistorien macht es Einsteigern nicht unbedingt leicht zu differenzieren, mit welcher Version welche Anpassungen vorgenommen wurden.

Dass Pimcore immer für eine Überraschung gut ist, hat für mich auch die Einführung einer neuen Demo gezeigt. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet, zumal so etwas wirklich Zeit benötigt, da die neue Version offensichtlich mit Sorgfalt konzipiert und gestyled wurde.

Möchte ich im nächsten Jahr wieder dabei sein? Auf jeden Fall! Präsentationen live mitzuerleben und mit Gleichgesinnten zu diskutieren ist schwer aus der Ferne zu kompensieren – wenn überhaupt.

Gabriel Jost
Technical Consultant